NEU (November 2022): Hier herunterladen. Die Gartensaalgemälde Wächtersbach - Ein Hochzeitsgeschenk. (Deutsche Nationalbibliothek, Nr. idn 1279673907)

Das Werk, bestehend aus zwei Aufsätzen, beleuchtet die Zeitumstände und die Entstehungsgeschichte der Gemälde im Gartensaal der Rentkammer und ordnet sie kunstgeschichtlich ein. Eine Arbeit mit vielen Überraschungen - Bitte klicken Sie auf die vierte der nachstehenden Dateien.

 

Wächtersbach ist ein einzigartiges denkmalpflegerisches Ensemble, bestehend aus dem Zusammenspiel von Altstadt, Schlosspark und dem Schlossensemble. Ensembles ähnlicher Art findet man z.B. in Wörlitz, Branitz oder Ramholz.

 

Dazu finden Sie auf dieser Seite Downloads und Informationen zu unseren Arbeiten sowie einen Link zu GartenKunstGenuss-Videos:

  •  Faltplan: "Der ganze Schlosspark - ein kulturelles Kleinod im mittleren Kinzigtal", 1. Auflage, November 2019. Registrierung bei der Deutschen Nationalbibliothek unter IDN 1206005351. Die elektronischen Fassungen sind registriert unter IDN 1210213192 bzw. 1210211912.  
  •  Wächtersbach: Ein Wasserkunstwerk (Frühjahr 2020). Die elektronische Fassung ist registriert unter IDN 1210212331.
  •  Der Schlosspark Wächtersbach: Eine gartenbauliche und kulturhistorische Einordnung - Grundlagen der Entwicklung des Englischen Landschaftsparks in Deutschland (Herbst 2020)
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Wächtersbach – Ein Wasserkunstwerk (PDF; 230 KB; 14 DIN-A4-Seiten)
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Die Gartensaalgemälde – Ein Hochzeitsgeschenk (PDF; 5,7 MB; 28 DIN-A4-Seiten)
Martin Niemöller und die Ysenburger - Prinz Heinrich XXXIII. Reuß als Maler - Die Trauung von Otto-Friedrich zu Ysenburg-Büdingen und Felizitas, geb. Reuß - Die Perspektiven des Malers - Eine romantische Herbstreise durch das Ysenburger Land
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In sämtliche Arbeiten ist immenses Wissen von Angehörigen der älteren Generation eingeflossen, die bereitwillig für Interviews zur Verfügung standen. Nicht alle können an dieser Stelle namentlich erwähnt werden. Sie sind alle zwischen 1935 und 1950 geboren. Manche bedauern, dass sie nur eigenes Wissen zur Verfügung stellen können, dass sie mithin ihre eigenen Vorfahren nicht ebenfalls interviewt haben. Ihr Wissen gerettet zu haben, ist umso bedeutender als der nicht erschlossene Teil des Schlossarchivs Büdingen wohl für lange Zeit unerschlossen bleibt. Dahingestellt bleiben muss damit leider, ob dort noch "Schätze" lagern.

 

Videos:

Aufnahmedatum ist der 7. März 2020, die Veröffentlichung erfolgte am 14. Mai 2020.

  • Am 8. Juni 2021 wurde dieses Fachgespräch mit Herrn Dr. Markus Harzenetter online gestellt:

 

https://www.youtube.com/watch?v=njj3OyTa-Fc

 

Der Präsident des Hessischen Denkmalamts erläutert dort die fachlichen Hintergründe der Gartendenkmalpflege und erwähnt den Schlosspark Wächtersbach als bedeutendes Kulturdenkmal.

 

Der Faltplan:

Dazu erreichten uns folgende Stimmen: 

  • „Herzlichen Dank für die Übermittlung der Publikation zum Wächtersbacher Schlosspark. Mein Kompliment an den Altstadtförderverein für die sehr übersichtliche, gute grafische Gestaltung und die vielen interessanten Details, die trotz der schwierigen Überlieferungssituation zusammengetragen wurden.“ (Dr. Klaus-Peter Decker, verstorben am 28. März 2021. Seine E-Mail war verbunden mit weiterführenden Hinweisen, denen sämtlich nachgegangen wurde.)
  •  "… liebevoll und ausführlich, inspiriert zu einem Besuch in Wächtersbach und zu einem Rundgang durch den mir völlig unbekannten Park."
  •  „Vielen Dank für die Publikation "Wächtersbach - Der ganze Schlosspark". Der erste Eindruck: Eine sehr gute Infobroschüre! Glückwunsch zur Veröffentlichung.“
  •  „Die Broschüre ist wirklich ein Traum, Respekt!“
  •  „Ich bin total begeistert.“
  •  „Bitte je ein Exemplar für Kindergarten und Grundschule.“

Die Recherchen für den Faltplan waren sehr umfangreich. Wir haben eine große Anzahl zusätzlicher Informationen erhalten, die seinen Rahmen gesprengt hätten. Sie flossen sämtlich in das Druckwerk ein.

 

Das Druckwerk (registriert bei der Deutschen Nationalbibliothek unter IDN 1232325570):

Die beiden genannten Aufsätze von 2020 wurden im Frühjahr 2021 als gedruckter Band herausgegeben. Er ist in hoher Auflage erhältlich. Er enthält darüber hinaus 15 dokumentarische Fotos.

 

Dazu erreichten uns beispielhaft folgende Stimmen:

  • "Sehr gelungen, von der ersten bis zur letzten Seite." (Ein Wächtersbacher Künstler)
  • "Au, das ist schön!" (Eine jugendliche Stimme aus der Altstadt)
  • "Ich bin jedenfalls begeistert und habe es in einem Rutsch gelesen." (Ein Heimatgeschichtler)
  • "... weiterhin viel Freude bei der Beschäftigung mit gartendenkmalpflegerischen Themen!" (Dr. Markus Harzenetter , Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen)

An dieser Stelle soll aber nicht nur den erwähnten Interviewpartnern gedankt werden, sondern auch den Künstlerinnen und dem Künstler, die zum Gelingen des Druckwerks beigetragen haben. Spontan entwickelte sich ein kleiner Künstlerwettbewerb rund um die Blicke zum Schwanenhäuschen, bei dem es nur Erste Sieger gab. Alle eingereichten Werke wurden abgebildet. Bezüglich der dokumentarischen Tragweite der künstlerischen Werke richtet sich ganz am Ende eine kurze Anmerkung an nachfolgende Generationen. Das Pouring-Gemälde auf der Titelseite nimmt mithin einen ungewöhnlichen Blick ein: Links vom Bouleplatz, links an der Eibe vorbei zum Schwanenhäuschen. Der Baum am rechten Bildrand gibt also die Eibe symbolisch wieder.

 

Diese Arbeit ordnet nicht nur den Schlosspark Wächtersbach gartenbaulich und kulturhistorisch ein. Vielmehr skizziert sie die Grundlagen der Entwicklung des Englischen Landschaftsparks in Deutschland und richtet sich somit auch an die "Fachwelt", also an Landschaftsarchitekten und Hochschulen. Soweit ersichtlich ist sie damit die erste derartige Arbeit seit weit über einer Generation.

In Fachpublikationen wird dieses Wissen häufig impliziert, aber nicht transparent gemacht.

Häufig werden in der Literatur auch allgemeine Grundlagen und lokale Besonderheiten nicht hinreichend unterschieden. Auch durch dieses Dickicht schlägt diese Arbeit eine Schneise.

Gleichzeitig werden zwingende denkmalpflegerische Notwendigkeiten im Schlosspark Wächtersbach zusammengefasst und einige populäre Irrtümer über diesen Park widerlegt.

So ist es gelungen nachzuweisen, dass der Schlosspark Wächtersbach bis ins Detail dem klassischen Lehrbuch entstammt - freilich mit einigen lokalen Besonderheiten.

 

Die wichtigsten Ergebnisse dieser Arbeit seien vorweggestellt:

1. Der Park steht in der Tradition der klassischen Parks von Friedrich Ludwig Sckell.

2. Der Park ist in insgesamt gutem Erhaltungszustand, aber an bedeutenden Stellen beschädigt bzw. vernachlässigt.

3. Der Wald ist der Park, begrifflich, historisch, tatsächlich und definitionsgemäß. Das hat Wächtersbach mit vielen weiteren Landschaftsparks gemeinsam. Die im Talgrund gelegenen Teile treten hinzu.

4. Der Pleasureground greift im Sinne des zonierten Parkkonzepts aus dem Schlossgarten weit in den Bereich des Waldes hinein und verzahnt so die Teile des Parks.

5. Das Schloss ist von allen Seiten gartenbaulich eingebunden.

6. Gartenbaulich eingebunden sind auch Prinzessinnenhaus und Rentkammer. Auch die Rückseite der Rentkammer ist gartenbaulich eingebunden. Eine Bebauung auf dem ehemaligen Schweizereigelände (Bereich hinter der Zinnenmauer) kann Blickbeziehungen aus dem Park heraus schwer beeinträchtigen und könnte überdies den Wasserhaushalt des Parks gefährden.

7. Das Schwanenhäuschen ist nicht nur Wahrzeichen, sondern zieht die Blicke aus mehreren Richtungen auf sich. Ihm kommt eine wichtige gartenbauliche Funktion zu. Es führt Pleasureground und Schlossweiher zusammen.

8. Die Wiese mit Bachläufen steht in der Tradition klassischer Wiesentäler.

9. Die Philippinenhöhe (Aussichtsterrasse) ist die Keimzelle des Englischen Landschaftsparks.

 

Wächtersbach: Ein Wasserkunstwerk

Der denkmalpflegerische Wert des Parks besteht nicht nur in der Gartengestaltung, sondern auch in der Wasserkunst.  Diese verklammert ihn ebenfalls mit der Altstadt. Begleiten Sie auf einem virtuellen Spaziergang die Wächtersbacher Bäche von ihren Quellen bis zur Kinzig.

Im Mittelpunkt der Betrachtung steht die Abfolge von Angel-, Bade-, Forellen-, Prinzessinnen- und Schlossweiher sowie der sie verbindenden Bachläufe. Allein diese sind ein Gesamtkunstwerk. Zu erwähnen ist der sprudelnde Abfluss des Badeweihers, der hinter einer Hecke verborgene Bach, der Wasserfall und die Wiese mit Bachläufen (das Wiesental).

 

Im Schlossgarten hingegen, also zwischen Prinzessinnenweiher und Schlossweiher, gibt es kein Wasser. Das unterscheidet ihn vom barocken Lustgarten, der vor Begründung des Landschaftsparks an dieser Stelle lag. Die Bodenbendersche Leistung lag also nicht nur in der Begründung des Landschaftsparks, sondern auch in einer grundlegenden Neuordnung der repräsentativen Wassernutzung.

 

Die beiden Aufsätze wurden am 25. März 2021 abschließend redaktionell durchgesehen und im Hinblick auf aktuelle Entwicklungen angepasst.

 

Im Nachgang zur Veröffentlichung erhielten wir folgende Informationen (Hinweis: Diese Sammlung wird voraussichtlich als Anlage zu einer kommenden Publikation veröffentlicht - Fontänen und Schlangenwege als gartenbauliche Schmuckelemente - Johannes Bodenbender in Frauendorf und in Wächtersbach - Der Schlosspark Wächtersbach verrät seine letzten Geheimnisse):

  • In Wächtersbach stand die Wiedereinrichtung der langjährigen Fontäne im Schlossweiher in Frage. Zwei gartenbauliche Grundsätze sind hierbei zu beachten: Eine Fontäne ist eine lediglich zeitweilige Bereicherung. Sie wird üblicherweise zu bestimmten Zeiten an- und abgeschaltet. Und: Im klassischen, eigentlichen Landschaftspark, wie Sckell ihn vervollkommnet hat, kommen technische Installationen wie eine Fontäne nicht vor. Das An- und Abschalten von Fontänen ändern tatsächlich das Blickkonzept. Das gilt bereits für den Barockgarten, vgl. z.B. die mächtige Fontäne im Großen Herrenhäuser Garten Hannover, die den Blick über die Hauptachse zum Schloss außer Kraft setzt bzw. wieder ermöglicht. Auch auf die Fontäne im Bergpark Wilhelmshöhe/Kassel sei verwiesen mit ähnlichem historischen Hintergrund und Effekt. In Ramholz, wo Pleasureground und Landschaftspark verschwimmen, wurde im Wiesental und am Rand der Breiten Wiese ebenfalls mit diesem Effekt gearbeitet: Die Fontäne ändert jäh das Blickkonzept und setzt z.B. Spiegelungseffekte außer Kraft. Auch in Wächtersbach verschwimmen am Schlossweiher die Grenzen zwischen Pleasureground und eigentlichem Landschaftspark. Gegen eine Fontäne im Schlossweiher als zeitweilige Bereicherung des Blickkonzepts ist folglich nichts einzuwenden. Der sanierte Weiher hat aber eine sehr geringe Tiefe. Derzeit behilft man sich mit kleineren Wasserspielen.

  • Eine Kulturgeschichte des Schlangenwegs: Nicht nur in Meerholz, auch in Wächtersbach gab es einen Schlangenweg. Er führte rechts der Rhododendronschneise in Serpentinen vom unteren zum mittleren Hauptweg. Der Schlangenweg ist ein um seiner selbst Willen geschwungenes gartenbauliches Schmuckelement (in Abgrenzung zum in die Landschaftsgestaltung eingebetteten geschwungenen Weg, wie er für den klassischen Landschaftspark typisch ist): Im 17. Jh. experimentierte das Rokoko mit um seiner selbst Willen geschwungenen Wegen in der Ebene (Bsp.: Laubengänge zu den Treillage-Pavillons im Hofgarten Veitshöchheim, die im Gartenplan leider nur vereinfacht dargestellt sind, faktisch aber das Überraschungselement des Landschaftsgartenbaus vorwegnehmen). Im Zweiten Rokoko (Historismus des 19. Jh.) griff man diese Form des Ornaments wieder auf - hier offensichtlich als Schmuckelement am Steilhang. Schlangenwege, die am Hang durch Basaltsäulen führen, gibt es am Neuen Wasserfall im Bergpark Wilhelmshöhe und gab es im Schlosspark Ramholz [1] in der "Romantischen Szenerie" (Mit der Romantik ist aus Sicht von 1890 die Frühromantik gemeint.), wobei ersterer als Vorbild für zweiteren gelten kann. Heute sind Serpentinen ein weit verbreitetes Schmuckelement im Garten- und Städtebau, bis hin zu Wanderwegen in Mittelgebirgen und hochalpinen Passstraßen.

  •  

    Johannes Bodenbender war nicht nur auf den Spuren Sckells unterwegs. Zu Johannes Bodenbenders Aufenthalt in Frauendorf bei Vilshofen: Das war eine Art gartenbauliche und landwirtschaftliche Forschungsanstalt, verbunden mit dem Namen Johann Evangelist Fürst (vgl. Wikipedia-Eintrag). Es ist davon auszugehen, dass das eine bedeutende Ausbildungsstation auf Johannes Bodenbenders Werdegang war. Frauendorf gehört heute zur Marktgemeinde Windorf. Die dortige Tourismusinformation und der Gemeindearchivar Dr. Raimund Maier (Mail vom 13. Juni 2021) erteilten bereitwillig Auskunft: Das vorhandene Archivmaterial gebe über eine Anwesenheit Bodenbenders keine Auskunft. Er könne einer von vielen damals fortschrittlichen Hospitanten gewesen sein. Insbesondere sei Frauendorf als Ausbildungsort bisher nicht näher betrachtet worden.

    Johannes Bodenbender in Wächtersbach: Vorgeschichte: Der barocke Lustgarten begann etwa an der heutigen Schlossweiher-Kante, dort war der Schlossgraben. Davor lagen die bürgerlichen Pflanzenländer. Der Lustgarten wurde zusammen mit den zugeschütteten Wassergräben 1816-1820 in einen Landschaftspark umgewandelt. Von einer Erweiterung in diesem Zusammenhang ist nicht die Rede.[1] Das Werk Bodenbenders war es, nach der Aufgabe der Pflanzenländer den Parkteil um Schlossweiher, Philippinenhöhe und Entrée anzulegen. Deshalb steht dieser Parkteil auch im Mittelpunkt seines Plans von 1840. Ebenfalls von Bodenbender stammen dürfte das Wiesental (noch ohne die Nadelbaumgruppe nach 1950[2], die heute nicht nur einen hochromantischen Hell-Dunkelkontrast, sondern mit hochaufragendem Mammutbaum ein regelrecht empfindsames Gepräge aufweist) sowie die Ausgestaltung der Waldränder: Wie bei vorherigen Erweiterungen wurden bei der Parkerweiterung von 1840 die überkommenen Bestandteile auf die Erweiterung abgestimmt und folglich der ganze Park im Stil der Zeit neu interpretiert.

    Die Ausrichtung von Landschaftsdenkmälern nach Sonnenständen

    Seit der Mensch mit dem Boden verbundene Kunstwerke schafft, baut er immer wieder Orientierungen an bestimmten Sonnenständen ein, bezieht sich also auf Sonnwenden oder die Tag- und Nachtgleiche.

     

    In Bezug auf Landschaftsparks und Gärten handelt es sich möglicherweise um eine bisher nicht ausreichend beachtete Kunstform. Im Schlosspark Wächtersbach jedenfalls erklärt sich dadurch offensichtlich die Standortwahl für den historischen Tierfriedhof, also Hunde- und Pferdegrab. Er steht an einer scheinbar belanglosen, tatsächlich aber exponierten Stelle, an der die letzten Sonnenstrahlen zur Sommersonnwende den Schlosspark und damit des gesamte Stadtgebiet erreichen. Damit beabsichtigten die Schöpfer des Parks sicherlich eine allegorische Aussage.

    Ein unfreiwilliges Denkmal für Dieter Thomas Heck

    Eine Modeerscheinung des Historismus, möglicherweise in Verbindung mit dem Fin-de-Siècle, war es, neugeborenen Fürstenkindern ein Denkmal zu setzen.[1] So kamen Mariaborn (1881), Gabrielequelle (1911), Otto-Friedrich-Quelle (1904) und der Erbprinzenstein für Wolfgang Ernst[2] (1936) zu ihren Namen.

    Eine besondere Bewandtnis scheint es aber 1904 mit der Benennung der Otto-Friedrich-Quelle zu haben.

    Das Ysenburger Fürstenhaus litt in allen seinen drei Linien (Wächtersbach, Büdingen und (Gelnhausen-) Meerholz unter Nachwuchsmangel. Am 16.9.1904 stellte sich schließlich mit der Geburt des Otto Friedrich zu Ysenburg der ersehnte Stammhalter ein. Offenbar wurde von ihm erwartet, die zersplitterte Ysenburger Herrschaft von Wächtersbach aus in eine gemeinsame, politisch erfolgreiche Zukunft zu führen. Deshalb setzte ihm das Fürstenhaus bereits zu seiner Geburt ein Denkmal. Die erst kurz zuvor geschaffene Trinkwasser-Quellfassung erhielt eine entsprechende Gravur.

     

    Diese Erwartung, die sich nach 1918 nicht oder jedenfalls anders als erwartet erfüllte, dürfte aber nur die halbe Wahrheit sein. Schließlich wurde im selben Jahr in der Büdinger Linie ebenfalls ein potentieller Stammhalter geboren – allerdings ein unehelicher. Der Vater war Carl zu Ysenburg. Die Mutter war die bürgerliche Kielerin Berta Heckscher. Der Sohn war Carl Heckscher. Der fürstliche Vater bekannte sich zu seinem Sohn.

    Es spricht also einiges dafür, dass das Wächtersbacher Fürstenhaus mit dieser Gravur eventuelle Ansprüche des unehelichen Konkurrenten abwehren bzw. die Ansprüche des rechtmäßigen Stammhalters untermauern wollte.

    Auch das Leben des Carl Heckscher und später der von ihm gegründeten Familie verlief allerdings anders als erwartet, nämlich nach heutigen Maßstäben erfolgreicher. Er wurde 1937 Vater von Carl-Dieter Heckscher, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Dieter Thomas Heck. So kann das Denkmal in Wächtersbach im Nachhinein als Denkmal für den 2018 verstorbenen Entertainer gelesen werden. Er bekennt sich in seinen bereits 1988 erschienenen Memoiren [1] zu seiner fürstlichen Herkunft. Als verbürgt darf gelten, dass bereits sein fürstlicher Großvater über ein beachtliches komödiantisches Talent verfügte.

    Der Gedanke, die zersplitterte Ysenburger Herrschaft von Wächtersbach aus zusammenzuführen, lebte allerdings nach 1918 fort bzw. im Dritten Reich wieder auf. Otto Friedrich, seit 1933 fürstliches Familienoberhaupt, nannte seinen erstgeborenen Sohn Wolfgang Ernst, also nach dem Grafen Wolfgang Ernst I., der um die Wende zum 17. Jahrhundert von Birstein aus schon einmal die Grafschaft vereinigt hatte. Er gilt als Vertreter des Frühabsolutismus, regierte mit harter Hand und erzwang den reformierten Glauben (Die protestantische Zweite Reformation ebnete zusammen mit der katholisch-jesuitischen Gegenreformation den Weg in den Absolutismus. Sie waren gegen die Reformation als Freiheitsbewegung gerichtet).[2]

    Auch 1936 die Adoption des Otto Friedrich durch Carl zu Ysenburg, der in Büdingen 1922 fürstliches Familienoberhaupt geworden war, ist sicherlich auch vor diesem Hintergrund zu sehen. Der Büdinger Fürst übertrug damit, das eigene Aussterben im Blick, gleichsam die Büdinger Weihen an die Wächtersbacher Linie. Nicht alle[3], aber viele Vertreter des Hochadels scheinen den Nazis mit völlig falschen Erwartungen begegnet zu sein.[4]

     

    Nicht naiv trat jedenfalls Otto Friedrichs Mutter, die Erbprinzessin Margarethe (genannt Margita) Gräfin von Dönhoff (1876-1954) den Nazis gegenüber. Nicht nur die Affäre um die Abnahme des judenfeindlichen Schilds am Schlossparktor ist überliefert. In den letzten Tagen vor der Befreiung beschwerte sie sich anscheinend erfolgreich über Panzer im Schlosspark, die dort wohl die Ankunft der Amerikaner erwarten wollten. [1] War die Erbprinzessin einfach nur konservativ? Nicht vergessen darf man, dass in allen Gesellschaftsschichten ein anständiger, unpolitischer Konservatismus das wohl stärkste Bollwerk gegen die Nazis war, mithin gegen sämtliche Kulturkämpfe dieser Zeit.

    Die Geschichte des Adels endet aber nicht 1945. Dass viele Adlige in der jungen Bundesrepublik danach strebten, durch eine bemühte Überangepasstheit aufzufallen, dem hält kein geringerer als Loriot in seinem Sketch vom Jodeldiplom den Spiegel vor. [2]

    • Bei der populären (Fehl-)Interpretation des Stadtnamens sind offensichtlich zwei Kulturepochen zu unterscheiden. Dem barocken Wächter-Siegel[1] (z.B. Kartusche am Untertor, Wächter ohne Bach) folgt in der Romantik und bis heute der Wächter am Bach (Bürgerwehrfahne von 1832 bis Stadtwappen von heute [2]). Diese romantische Interpretation wurde von der primitiv-romantischen Legende gestützt, Barbarossa habe einen Köhler zum Wächter am Bach ernannt.[3] Der eigentliche mittelalterliche Stadtname "Der Bach, der die Weiher speist" bezieht sich also tatsächlich auf den ab dem heutigen Angelweiher künstlich geführten Bachlauf bzw. Bachläufe, also im eigentlichen Sinn auf das Wasserkunstwerk.
    • ·        Historie und denkmalpflegerische Relevanz von Stufengiebel und Zinnenmauer als Schau-Einfriedung des Schlossparks sind umstritten. Der Stufengiebel existierte bereits im späten 19. Jahrhundert, damals war auch die Grundstruktur der Mauer bereits angelegt.[1] Die aktuelle Zinnenmauer gibt es mindestens seit der Mitte der 1950er Jahre, auf älteren Fotos ist eine etwas niedrigere Mauer zu erahnen, von der unklar scheint, wie sie zum Schlosspark hin genau abschloss. Nicht vergessen darf man, dass bereits seit den späten 1930er Jahren die Fürsten-Grabplatten die Mauer zum Schlosspark hin zieren. Zu berücksichtigen ist, dass ein fürstliches Hofgut als ferme ornée/ornamental farm zum Schlosspark dazu gehörte, der sodann betriebene industrielle Brauereibetrieb vom Schlosspark aber stärker abgeschirmt werden musste. Das gilt auch für zukünftig hier anstehende Nutzungen, auch wenn überzogene Fehlplanungen wie Park- oder Ärztehaus anstelle des Kuhstalls zwischenzeitlich hinfällig sind. An der gartendenkmalpflegerischen Relevanz des Ensembles und der blickelenkenden Funktion kann kein Zweifel bestehen.

      • Nach der Sanierung des Schlossweihers ist Ende 2023 der klassisch-schlichte Weiher Geschichte. Die nierenförmige Halbinsel, die aus der Bepflanzung links und rechts hervorsprang und deren Linienführung ihr Vorbild z.B. in Sckells Schwetzingen haben könnte, gibt es nicht mehr. Statt dessen findet man nun einen Weiher im verspielten Stil des Historismus vor. Die Halbinsel ist verkleinert, stärker abgerundet und kegelförmig überhöht wiedererstanden. Zusammen mit der neu angelegten Insel kann der Eindruck der ehemaligen Halbinsel im Ansatz nachvollzogen werden. Durch die Romantisierung des Ensembles ist der repräsentative Charakter etwas in den Hintergrund getreten, ist aber auch eine stärkere Aufenthaltsqualität entstanden. Als Grund für die Neuanlage des Ufers wurde genannt, dass die bisherige, nun aufgegebene Insel den Abfluss behinderte.
      • Durch Bodenuntersuchungen konnte klargestellt werden, dass die Halbinsel nie eine Insel war. Die Darstellung im Bodenbenderplan bleibt hier Fantasie.
      • Zum gartenbaulich gestalteten Schlossblick vom Marktplatz gibt es eine Aufnahme vom August 1914, die die Verabschiedung der Soldaten in den Weltkrieg zeigt. Das Schloss erblickte man damals hinter abwechselnd hohem Buschwerk, auch das eine Form des klassisch-romantischen Filmblicks. Wie genau sich die heutige Bepflanzung aus der damaligen Bepflanzung entwickelt hat, kann vermutet werden.[1] Zum Markplatzdurchgang zum Schlosspark: Mehrere historische Fotos, Details unklar. Gemälde von 1906: Möglicherweise Tür durch Mauer bereits angedeutet.[2]
      • Immer wieder gibt es Gerüchte um den Einsatz von italienischen Kriegsgefangenen 1915/16 bei Bauarbeiten im Schlosspark.[3] So sollen sie am Wasserfall und am Prinzessinnenweiher gearbeitet haben. Sicher ist: Beides gab es schon vor dem Ersten Weltkrieg. Möglicherweise wurde damals aber der Abfluss des Prinzessinnenweihers zur Turbine geschaffen.
      • Darauf hingewiesen wurde, dass vermutlich im barocken Schlosswald-Tiergarten Damwild gehalten wurde, aus dem es später entkam. Das ist belegt.[4]
      • Weiteren Zeitzeugen zufolge sind die beiden Märzenbecherteppiche lediglich Überreste eines großen Märzenbecherteppichs, der ursprünglich das gesamte Schloss umgab.
      • Wie durch viele Fotos bestätigt: Roßkastanie, Bergahorn längs des Schlosses wurden in der 2. Hälfte des 20. Jh. hinzugefügt.[5]
      • Die Douglasien, die im Schlosspark an die Waldränder gesetzt wurden, stammen höchstwahrscheinlich ca. aus dem Jahr 1920.
      • Zum Blick vom Ehrenkreuz der ostpreußischen Landsmannschaft ins Entrée und Kinzigtal: Ein Foto von 1951 zeigt das Kreuz mit kleinen Tannen und Blick auf das Entrée vor dem Bau der Volksbank.[6] Die offene Landschaft dahinter muss belichtungstechnisch erahnt werden.[7]
      • Der terrassierte Weg aus Richtung Verkehrsbüro zur Philippinenhöhe (Aussichtsterrasse) endet scheinbar unterhalb der Aussichtsterrasse in ihrer Aufschüttung. Historisch knickte er dort nach rechts ab und führte über einen kleinen Steig hinauf zur Aussichtsterrasse. Gartenbaulich stellt sich hier die Frage: War dieser scheinbar zu tief herangeführte Weg gartenbaulich beabsichtigt oder ist der terrassierte Weg vielleicht sogar älter als die Aussichtsterrasse und damit älter als der Bodenbenderplan?
      • Die Rhododendronschneise selbst wurde bisher gartenbaulich unterschätzt. Sie ist über die Jahrzehnte unverändert nachgewiesen und von Menschenhand in die Umgebung eingetieft. Zum mittleren Hauptweg hin läuft sie verbreitert, gesäumt von Aufschüttungen aus. In Stadt+Grün, Januarhaft 2024, ist eine synoptische Zusammenstellung der Wiesentäler im mittleren Kinzigtal erschienen, die auch auf die neuesten Erkenntnisse zur Rhododendronschneise eingeht. Die Sanierung 2024 verlängerte sie mittlerweile bis zum oberen Hauptweg, dort effektvolle Blickfänge durch Mammutbäume.
      • Auf der ehemaligen Obstwiese zwischen Badeweiher und Fasanerie wurde der Apfelspaliersteig wieder aufgefunden. 13 gemauerte Sandsteinstufen zeigten sich unter einem Moosteppich und wurden freigelegt. Hinzukommt eine gemauerte terrassenähliche Installation links unterhalb der Fasanerie ungeklärter Zweckbestimmung. Damit ist der Apfelspaliersteig wieder begehbar. Das Parkpflegewerk sieht hier nun anstelle des historischen Obstgartens ein Schachbrettmuster mit u.a. Speierling und Maronen vor.
      • Die Begrenzungssteine aus Basalt um das Schloss (heute Biergarten) entsprachen den Randsteinen, die heute noch am Auffahrtdamm den Weg begrenzen.
      • Das Einsiedlerhaus auf dem Eiskeller war in den 1950er Jahren noch bewohnt.[8]
      • Zu den im Schloss und im Prinzessinnenhaus dokumentierten technischen Anlagen: Ein interessanter Hinweis könnte sein, dass Fürst Friedrich-Wilhelm (1850-1933) ein Tüftler war und mehrere Patente erhielt.[9]
      • Auf dem Gartensaalgemälde sind an der rückwärtigen Seite des Schlossplatzes zur Brauerei hin Fichten abgebildet. Diese existierten tatsächlich.[10] Aus den Revolutionstagen im November 1918 liegt eine Quelle vor, wonach die Erbprinzessin beim Aufmarsch der revolutionären Bevölkerung in Sorge um ihre Rosenbeete auf dem Schlossplatz war.
      • Direkt unterhalb der Fasanerie blüht ein mehrere Dutzend Quadratmeter großer Schneeglöckchen-Teppich. An außergewöhnlichem Ort, nämlich am Picknickplatz oberhalb der Rhododendronschneise blühen einzelne Krokusse (Stand Mitte Februar 2023).
      • Maronen/Esskastanien befinden sich am Picknickplatz und im weiteren Verlauf des mittleren Hauptwegs Richtung Dietrichsberg.
      • Zur Magnolie von ca. 1890: Tulpenmagnolien wurden ab 1826 in Europa gezüchtet. Sie waren anscheinend in der Hochphase des Historismus vor 1900 sehr beliebt. Der große Magnolienhain im Schöntal/Aschaffenburg dürfte ein ähnliches Alter haben.
      • Zu den ökologischen Nischen, also zu den vielen Pflanzen, die nicht unbedingt von Menschenhand eingebracht wurden: Hingewiesen sei auf die Lerchensporn-Teppiche, die die Waldränder säumen, so z.B. vor dem Schlossweiher und rechts der Sommerterrasse. Sie dürften nun sämtlich der Sanierung zum Opfer gefallen sein, hoffentlich nur vorübergehend.
      • Es wurde darauf hingewiesen, dass der Herzgraben (1) sprachlich auf die Haltung von Hirschen verweist und dass er (2) für die Führung des Bachs künstlich angelegt oder ausgebaut wurde. (1) erscheint, belegt, für (2) gibt es weitere belastbare Hinweise.[11]
      • Bei der Brücke über den Bach im Webersgraben, die zur Fasanerie führt, handelt es sich um eine historische Installation, bestehend aus einer aufgelegten Feldsteinplatte.
      • Der Name des Teufelsgrabens: Er wird bereits 1566 namentlich erwähnt.[12] Wohl: Der tiefe Graben.[13]
      • Die Entwicklung der Kinzigau: Auwald seit 1860 gefällt. Großer Eingriff mit Trockenlegungen durch preußischen Eisenbahnbau. Heute sichtbare Begradigungen in den 1920er Jahren.[14]
      • Wächtersbach und der Schlosspark als die Wiege der elektronischen Musik: In den späten 1970er Jahren befand sich im Schulungspavillon auf der Sommerterrasse ein Musikprobenraum. Ein weiterer Probenraum befand sich in der Poststraße. Hier wurde Pionierarbeit in Sachen elektronischer Musik geleistet. Vgl. dazu den Wikipedia-Eintrag zu Franz Aumüller.


      [1] Vgl. Dr. Jürgen Ackermann: Trimberger und I(Y)senburger Burgmänner in Wächtersbach, insbesondere die

      Herren Küchenmeister, S. 2: Foto von 1900 zeigt niedergelegtes Tor und Mauer im Neubau.

      Spätere Fotos zeigen Mauer mit eisenbewehrten Streben.

      [2] Dr. Jürgen Ackermann: Drei talentierte Schwestern. Maria, Ida, Therese zu Ysenburg-Wächtersbach, S. 8. Es

      kann trotzdem ein Bürgerzugang gewesen sein, auch wenn seine Anlage nicht Folge der Revolution 1918 war.

      [3]

      Vgl. auch Zeitzeugen berichten aus der NS-Zeit und vom Kriegsende 1945 in Wächtersbach, lt. Philipp Hölzer

      sollen italienische Kriegsgefangene im 2. Weltkrieg den Felsenkeller gegraben bzw. ausgebaut haben (S. 20).

      Der Wasserfall ersetzte das Mühlrad zwischen 1903 und 1909, vgl. Dr. Jürgen Ackermann: Mühlen in

      Wächtersbach, S. 11 sowie das Foto vom Wasserfall von 1909.

      [4] Durch Otto Friedrich zu Ysenburg-Büdingen: Jagdliche Eindrücke und Maßnahmen im Büdinger Wald, S. 1:

      Das Damwild wurde von Nassau-Oraniern hergebracht. (S. 4: Otto Friedrich studierte Forstwissenschaft.

      Überliefert ist, dass sein Interesse der Jagd und der Pferdezucht galt, vgl. auch zu Safari in Afrika Dr. Jürgen

      Ackermann: Wilhelm Frenzel. Der letzte Wächtersbacher Schuhmachermeister, S. 1)

      [5] Vgl. Otto Fiegler: Der Baumlehrpfad im Schloßpark Wächtersbach, S. 1.

      [6] Am 9.10.1965 eingeweiht, vgl. Heinrich Heldmann: Ein Bürgermeister erzählt, S. 21.

      [7] Foto in: Einweihung des Gedenkkreuzes für die Toten der Ostdeutschen Heimat im Schloßpark Wächtersbach.

      [8] Vgl. Bernd Schäfer: Wächtersbach vor fünf Jahrzehnten – eine Ansichtskarte als Zeitzeuge, S. 5. Dort ist auch

      die Brunnenbohrung am Fuß der Rhododendronschneise erkennbar. Sie wurde jüngst wieder erkundet, siehe

      die Absperrungen auf dem obigen Foto vom 4. Juni 2023.

      [9] Laut Dr. Jürgen Ackermann: Die Grafen von Ysenburg und Büdingen-Wächtersbach werden in den

      Fürstenstand erhoben. Beziehung zwischen Ysenburg und Kurhessen, S. 4. Otto Friedrich stand in engem

      Kontakt mit seinem Großvater und war stolz auf die Verbindung zum Kurfürsten.

      [10] Foto bei Emil Hörner: Lehrjahre sind keine Herrenjahre, S. 2. Foto vom Schlossplatz mit Rosenhügel,

      Fichten und Fahnenmast, wohl 1950er Jahre.

      [11] Quellen: Dr. Jürgen Ackermann: „Wächter am Bach“. Von Pförtnern und Nachtwächtern in Wächtersbach, S. 4,

      Seit 1442 heutige Stadtbefestigung am heutigen Herzgraben; Christian Werner: Flurnamen von

      Wächtersbach, S. 5, 11: Westlich des Asmusgartens war ein Tier-(also Hirsch-)garten. Herzgraben und

      Herzgarten Mitte des 18. Jh. 1740 Hirschgraben, 1820 Herzgraben. Alte Bezeichnung: hinter der Kirchen.

      Belege auch bei Gerhard Jahn: Der Herzgraben einst und heute, S. 9.

      [12] Lt. Dr. Walter Nieß: Das Gericht Spielberg und der Büdinger Wald, S. 4.

      [13] Vgl. Gerhard Jahn: Heimatgeschichtliche Wanderungen um Wächtersbach, S. 17: Teufe veraltet, heute

      bergmännisch für Tiefe. Vgl. auch Teufelswiese Wittgenborn (tief gelegen) und Teufelsgraben Aufenau.

      [14] Vgl. Gerhard Jahn: Die Geologie von Wächtersbach (Schluß), S. 221;

      Karl-Richard Licht: Die Wiesenbrüter in der Aufenauer Aue, S. 1.

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      [1] Vgl. Heinrich Göbel: Zur Geschichte des Herrschaftlichen Hofes in Wächtersbach, S. 18, 21 (das hier

          dokumentierte Foto muss älter sein als angegeben), auch Emil Hörner: Adam Hörner. Ein langes

          Fuhrmannsleben, S. 4; Wächtersbach auf alten Postkarten Teil III, Nr. 55. Zu den Arbeiten an der Mauer in den

          1930er Jahren vgl. Dr. Jürgen Ackermann: Thiergarten - Lustgarten - Schlosspark - Stadtwald beim Schloss in

          Wächtersbach, S. 4: Spolien aus der Kirche eingemauert.


      [1] Vgl. Heinrich Göbel: Zur Geschichte des Herrschaftlichen Hofes in Wächtersbach, S. 18, 21 (das hier

          dokumentierte Foto muss älter sein als angegeben), auch Emil Hörner: Adam Hörner. Ein langes

          Fuhrmannsleben, S. 4; Wächtersbach auf alten Postkarten Teil III, Nr. 55. Zu den Arbeiten an der Mauer in den

          1930er Jahren vgl. Dr. Jürgen Ackermann: Thiergarten - Lustgarten - Schlosspark - Stadtwald beim Schloss in

          Wächtersbach, S. 4: Spolien aus der Kirche eingemauert.



    [1] Vgl. Wilhelm Malkemus: Entstehungsgeschichte des Stadtwappens von Wächtersbach, S. 1;

        Dr. Jürgen Ackermann: Bürgermeister in der Stadt Wächtersbach, S. 1. Hier wird irrtümlich für das barocke

        Wächtersiegel ein Bach angenommen.

    [2] „Wächter am Bach“ hieß auch das amtliche Mitteilungsblatt der Stadt im frühen 20. Jh., vgl. Dr. Jürgen

        Ackermann: „Die Gulasch dampft!“ Von der Wächtersbacher Fleischmehlfabrik, S. 1.

    [3] Vgl. Dr. Jürgen Ackermann: Der Wächter am Bach – Symbol für unsere Stadt.


    [1] Vgl. Zeitzeugen berichten aus der NS-Zeit und vom Kriegsende 1945 in Wächtersbach, Philipp Hölzer (S. 21).

    [2] Das Stricken von Legenden über die eigene Rolle vor und bei der Befreiung sowie in der Demokratie gehörte

        selbstverständlich dazu. 


    [1] Der Ton macht die Musik: Erinnerungen. S. 2 und 36: Der Vater lebte von 1904-1963. Großmutter Berta war

      nie verheiratet. Dieter Thomas Heck ist in Flensburg geboren.

    [2] Vgl. Dr. Jürgen Ackermann: Ein Leben in standesgemäßer Langeweile. Wilhelm von Ysenburg-Wächtersbach,

      zweitgeborener Sohn des Grafen Ferdinand Maximilian I., S. 1; Dr. Dagmar Reimers: Schloß Wächtersbach und

      die Ysenburger, S. 10. Die Grafschaft wurde 1628 noch zu Lebzeiten Wolfgang-Ernst I. wieder geteilt.

      Vgl. auch Dr. Klaus-Peter Decker: Stadtluft macht frei, S. 8.

    [3] Zu den unterschiedlichen Entwicklungslinien und individuellen Einstellungen siehe im Band zu den

      Gartensaalgemälden.

    [4] Vgl. ausführlich im Gartensaalband. Zu den Konsequenzen dieser Naivität vgl. „Der herbe Charme einer

      Diktatur. Machtkampf in der Wächtersbacher Steingutfabrik in Schlierbach. In: Gelnhäuser Neue Zeitung vom

      10. Juni 2024, S. 25. (Volker Kirchner wertete die Gesellschafterprotokolle von 1933 bis 1947 aus.) Hier wird

      die Bedrohung des fürstlichen Eigentums an der Fabrik sehr deutlich, sowohl durch die Nazi-Ideologie, der sich

      der Fürst wohl leichtfertig selbst verschrieben hatte, als auch durch ihre Kriegswirtschaft.


    [1] Der Hinweis auf die hohe Kindersterblichkeit als Begründung dürfte hier zu kurz greifen.

    [2] Vgl. Gerhard Jahn: Heimatgeschichtliche Wanderungen um Wächtersbach, S. 37. S. 43 zur Gabrielequelle:

      „1935 R.K.“ verweist auf Förster Richard Knappe. S. 44 f.: Mariaborn mit Namensschild abgebildet. 



    [1] Vgl. Dr. Jürgen Ackermann: „Wächter am Bach“. Von Pförtnern und Nachtwächtern in Wächtersbach, S. 2;

      Anton Calaminus (lebte von 1830-1841 in Wächtersbach): Wächtersbach im Jahre 1838, S. 7; Dr. Jürgen

      Ackermann: Thiergarten - Lustgarten - Schlosspark - Stadtwald beim Schloss in Wächtersbach, S. 4.

    [2] Vgl. u.a. Eberhard Jamrowski: Ein aus Ostpreußen Vertriebener wird in Wächtersbach seßhaft, Teil 1,

      Foto S. 16.

     


    [1] Zu den Statuen in Ramholz vgl. auch Dr. Jürgen Ackermann: Schloß Ramholz, Aufenthalte des Dresdener

      Impressionisten Robert Sterl, S. 1: Schnetzer hat die Figuren in Würzburg erworben. Sterl hat in Ramholz

      gemalt.